Présentation :

Die rasch voranschreitende Elektrifizierung, der steigende Strombedarf und der Ausbau erneuerbarer Energien erhöhen den Druck auf die Netzkapazitäten in den Niederlanden. Das macht umfangreiche Investitionen in die Stromübertragungsinfrastruktur erforderlich.

Vor diesem Hintergrund beauftragte der niederländische Übertragungsnetzbetreiber TenneT Omexom mit der Errichtung des neuen gasisolierten 150-kV-Umspannwerks Rozenburg-Zuid in der Nähe des Flughafens Schiphol. Das Umspannwerk wurde inzwischen fertiggestellt und offiziell eingeweiht. An der Einweihung waren TenneT, Liander und die Gemeinde Haarlemmermeer beteiligt. Mit dem Ausbau des örtlichen Hochspannungsnetzes schafft das Projekt zusätzliche Netzkapazitäten in einem der wichtigsten Wirtschaftszentren des Landes.

Wichtige Infrastruktur für die Energiewende schaffen

Als Hauptauftragnehmer war Omexom für die Errichtung und Übergabe der Anlage an TenneT verantwortlich. Dabei mussten verschiedene technische Gewerke und Projektpartner aufeinander abgestimmt werden. 

  • „Die größte Herausforderung war das knappe Zeitfenster für die Umsetzung des Projekts. Das erforderte einen sehr straffen Zeitplan, den wir mit mehreren Beteiligten abstimmen mussten.“

    Gerrit Noorlander Senior-Projektmanager, Omexom Niederlande

Das neue Umspannwerk bietet Platz für 16 große Netzanschlüsse. Es ist direkt mit dem Flughafen Schiphol verbunden und verfügt zudem über einen Anschluss an das Netz des regionalen Netzbetreibers Liander. Dadurch entstehen zusätzliche Möglichkeiten, Kundinnen und Kunden neue oder leistungsstärkere Netzanschlüsse anzubieten. Die Anlage befindet sich in zwei Schaltanlagenhallen und umfasst insgesamt 30 Schaltfelder, jeweils 15 pro Halle.

Sie möchten mehr über das Projekt und die damit verbundenen Herausforderungen erfahren? Lesen Sie den vollständigen Beitrag auf der Website von Omexom Niederlande.

https://www.omexom.nl/nieuws/omexom-realiseert-energie-infrastructuur-voor-extra-netcapaciteit-rond-schiphol/

Planung mit zeitlicher und räumlicher Präzision

Um die zahlreichen parallel laufenden Arbeiten im Blick zu behalten, setzte das Projektteam auf die 4D-Planung. Diese Methode zeigte nicht nur, wann einzelne Arbeiten stattfinden sollten, sondern auch, an welcher Stelle im Gebäude die jeweiligen Auftragnehmer tätig sein würden.

In einem herkömmlichen Zeitplan können beispielsweise zwei Arbeiten problemlos parallel erscheinen, obwohl beide Teams denselben Flur oder Zugang für Personal und Material benötigen. Durch die räumliche Darstellung der Arbeiten im Gebäudegrundriss konnte das Projektteam solche Überschneidungen frühzeitig erkennen und koordinieren, bevor sie auf der Baustelle zu Problemen führten.

Omexom arbeitete mit mehreren spezialisierten Partnerunternehmen zusammen: BAM Infra übernahm die Tiefbau- und Bauarbeiten, Verkerk die technische Gebäudeausrüstung und AAB die Erdungsarbeiten. Auch Fachkräfte von Omexom aus Tschechien (GA Energo) waren beteiligt und unterstützten bei der Kabelverlegung, Installation und Herstellung der Anschlüsse. Das niederländische Projektteam koordinierte die Arbeiten der beteiligten Partnerunternehmen innerhalb der jeweiligen Arbeitspakete.

Für ein widerstandsfähigeres Stromnetz

Die Fertigstellung von Rozenburg-Zuid ist ein wichtiger Meilenstein für das niederländische Stromnetz. Durch den Ausbau der Übertragungskapazität in der Region schafft das Umspannwerk die Voraussetzungen für künftiges Wachstum und bereitet das Stromnetz auf die weitere Elektrifizierung vor. Die Netzengpässe kann es allein zwar nicht beseitigen, doch es schafft zusätzliche Kapazitäten dort, wo der Bedarf besonders hoch ist. 

Die bei diesem komplexen Projekt gewonnenen Erfahrungen fließen bereits in weitere große Infrastrukturvorhaben ein. Damit festigt Omexom seine Rolle als zuverlässiger Partner für das niederländische Stromnetz. 

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