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Werden Grundlastkraftwerke zunehmend durch Wind- und Solarenergie ersetzt, verringert sich die natürliche Trägheit im Stromnetz, die zur Stabilisierung der Netzfrequenz beiträgt. Gleichzeitig unterliegt die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien witterungsbedingten Schwankungen. Dadurch können Ungleichgewichte zwischen Stromerzeugung und -verbrauch entstehen, die das Netz destabilisieren. Zudem kann es dazu kommen, dass erneuerbar erzeugter Strom nicht genutzt werden kann oder negative Strompreise entstehen.

Da der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Stromverbrauch in Schweden voraussichtlich auf 40 Prozent steigen wird, wird ein flexibles Stromnetz immer wichtiger.

Als Centrica, ein britischer Energiekonzern, der auch in Schweden tätig ist, für die Stabilisierung des Stromnetzes in Mittelschweden eine schlüsselfertige BESS-Lösung suchte, brachten zwei Omexom-Einheiten aus Frankreich und Schweden ihre Kompetenzen in einem gemeinsamen Projekt ein.

Omexom C&S (Conversion & Storage) und Omexom in Schweden haben für Centrica zwei Batteriespeichersysteme (BESS) in Bullerforsen und Romme im mittelschwedischen Verwaltungsbezirk Dalarna fertiggestellt. Die beiden Anlagen verfügen über eine Leistung von jeweils 20 MW und eine Speicherkapazität von jeweils 20 MWh – zusammen also über 40 MWh. Damit lässt sich genug Energie speichern, um 20.000 Haushalte eine Stunde lang mit Strom zu versorgen. Die Projekte markieren die erste Zusammenarbeit der beiden Omexom-Einheiten und zugleich ihr erstes gemeinsames Projekt für Centrica. Damit legen sie den Grundstein für weitere grenzüberschreitende Projekte innerhalb des Omexom-Netzwerks.

Fachwissen und lokale Umsetzung verbinden

Die Zusammenarbeit funktioniert, weil beide Einheiten unterschiedliche Kompetenzen einbringen, die sich gegenseitig ergänzen. Diese Aufgabenteilung ist bewusst gewählt: BESS-Projekte dieser Größenordnung erfordern sowohl eine anspruchsvolle technische Planung als auch eine präzise Umsetzung vor Ort.

Gemeinsam decken die beiden Teams das gesamte Leistungsspektrum ab. So konnten die Verantwortlichkeiten für Planung, Beschaffung, Bauarbeiten, Installation und Inbetriebnahme klar aufgeteilt und gleichzeitig zu einer nahtlosen Gesamtlösung für den Kunden gebündelt werden.

Sie möchten genauer erfahren, wie die beiden Teams ihre Aufgaben aufgeteilt haben, welche Herausforderungen sie bei den Arbeiten vor Ort bewältigen mussten und welche Anforderungen von Centrica besondere Abstimmungen erforderten? Lesen Sie den vollständigen Artikel auf The Agility Effect. Dort geben auch die beiden Business Unit Manager Einblicke in die Zusammenarbeit und die technischen Herausforderungen.

Warum das Projekt wegweisend ist

Beide Systeme waren Ende 2025 in Betrieb. Centrica plant bereits die nächsten Schritte: Gespräche über die Phasen 2 und 3 des schwedischen Investitionsprogramms laufen. Für Omexom ging es bei diesem Projekt jedoch um mehr als die termingerechte Fertigstellung. Es hat gezeigt, dass sich das Konsortialmodell in der Praxis bewährt.

Der schwedische BESS-Markt ist 2024 stark gewachsen: Innerhalb nur eines Jahres stieg die installierte Leistung von 80 MW auf mehr als 610 MW. Gleichzeitig wächst in den europäischen Stromnetzen der Bedarf an flexiblen Speicherlösungen weiter. Das bei diesem Projekt eingesetzte Partnerschaftsmodell von Omexom verbindet einen spezialisierten Integrator mit einem lokalen Experten unter einem gemeinsamen EPC-Vertrag. Dieses Modell lässt sich auch auf weitere Projekte übertragen und wird bereits für Vorhaben in den nordischen Ländern, Deutschland und den Benelux-Staaten in Betracht gezogen.

Das französisch-schwedische Projekt könnte somit der Auftakt für eine deutlich umfassendere Zusammenarbeit sein.

Sie interessieren sich für Energiespeicher und Batteriespeicherlösungen? Kontaktieren Sie Omexom Conversion & Storage, um Ihr Projekt und passende Energielösungen zu besprechen.

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