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Die Modernisierung bestehender Infrastruktur wird zunehmend zu einem wichtigen Ansatz, um Stromnetze leistungsfähiger zu machen und neue Energiequellen besser zu integrieren.

Im brasilianischen Bundesstaat São Paulo war eine deutliche Erhöhung der Übertragungskapazität der 138-kV-Freileitung zwischen São José do Rio Preto und Catanduva erforderlich, um diesen wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

Bestehende Infrastruktur modernisieren und Stromnetze stärken

Gemeinsam mit ISA Energia Brasil arbeitet Omexom in Brasilien daran, die Übertragungskapazität der Freileitung zwischen São José do Rio Preto und Catanduva zu erhöhen. Das Projekt umfasst die Neubeseilung der Leitung. Dabei werden die Leiterseile, Erdseile, Armaturen und Isolatorketten ausgetauscht. Zudem werden das Erdungssystem modernisiert und die Leitungskennzeichnung erneuert.

Durch die Modernisierung steigt die Übertragungskapazität der Leitung von 79 MVA auf 206 MVA. Damit kann künftig deutlich mehr Strom durch die Region transportiert werden. Die Steigerung auf das 2,6-Fache übertrifft die Kapazitätssteigerungen, die bei herkömmlichen Maßnahmen zur Erhöhung der Übertragungsleistung üblicherweise erzielt werden.

Die Umsetzung ist jedoch anspruchsvoll. Eine der größten Herausforderungen besteht darin, dass die Arbeiten an einer zweisystemigen Freileitung stattfinden. Während ein Stromkreis weiter in Betrieb bleibt, wird der andere für die jeweiligen Arbeiten vorübergehend abgeschaltet. Das erfordert eine sorgfältige Planung der Abschaltungen, eine enge Abstimmung zwischen den Teams und eine präzise Koordination aller Arbeitsschritte, damit der Netzbetrieb während des gesamten Projekts aufrechterhalten werden kann.

Weitere Informationen zum Projektumfang, zu den Herausforderungen und Auswirkungen sowie zu den technischen Einzelheiten des Leiterseilaustauschs und der Umsetzung bietet der Artikel von Omexom Brasilien (auf Portugiesisch).

Mehr Netzkapazität, weniger Beeinträchtigungen: Ein Vorbild für künftige Modernisierungen

Durch den Austausch von Leiterseilen und gezielte Modernisierungsmaßnahmen können Netzbetreiber die Übertragungskapazität und Leistungsfähigkeit bestehender Leitungen erhöhen und so die Energiewende voranbringen, ohne dafür aufwendig neue Leitungstrassen erschließen zu müssen. Gleichzeitig können sie damit den wachsenden Strombedarf besser decken.

Projekte wie die Modernisierung der Freileitung zwischen São José do Rio Preto und Catanduva zeigen, dass die Modernisierung bestehender Übertragungsnetze weltweit immer wichtiger wird.

Das Projekt zeigt zudem, dass Omexom auch komplexe Modernisierungsarbeiten an Hochspannungsleitungen durchführen kann, während ein Teil der Leitung in Betrieb bleibt. So lassen sich Beeinträchtigungen des Netzbetriebs möglichst gering halten und die betriebliche Effizienz steigern.

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